Burnout-Syndrom bei Perfektionisten

Zunehmend sind sich Ärzte und Wissenschaftler rund um das Burnout-Syndrom einig, dass es Menschen befällt, die ihre Arbeit wichtig nehmen. Die eine Gruppe sind die Idealisten, deren unbegrenzter Idealismus sie in ein Burnout-Syndrom steuern kann.

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Das andere sind leistungsorientierte Menschen, denen „gut“ nicht gut genug ist.

Sie haben einen Hang zum Perfektionismus, der sich noch zum Zwang steigern kann. Das Persönlichkeitsprofil des Perfektionisten begünstigt das Burnout-Syndrom.

Diese Menschen leben vom Lob des Chefs und der anderen.

Sie bestimmen oft ihren Wert anhand ihrer Arbeit, ihre nie endende Selbstkritik begünstigt das Ausgebranntheits-Syndrom.

Sie lehnen gut gemeinte Hilfe oft ab und erledigen Aufgaben lieber selbst.

Hinzu kommt, dass diese Menschen ihre Freizeit und ihr Familienleben mit derselben Perfektion gestalten, vielleicht bereits von Burnout-Symptomen betroffen und von derselben nervösen Unruhe getrieben, verausgaben sie sich auch hier.

Wo bleibt  da Entspannung, abschalten vom Stress, auftanken?

Diese Menschen laufen aber auch Gefahr ausgenutzt zu werden, wenn man sich ihrem Perfektionismus zunutze macht und sie Aufgaben aus diesem Grunde nicht delegieren wollen.

Doch permanent auf Hochleistung fahren, wer kann das schon.

Viele Burnout-Betroffene beschreiben ihr Leben vor dem vollständigen Burnout-Crash als „auf Automatik geschalten“.

Aufgaben werden nur noch erledigt.

Die Diagnose Burnout-Syndrom ist dann, wenn Unvorhergesehenes, Zusatzaufgaben hinzukommen, die das bereits ausgedehnte Limit vollends übersteigen.

Wird die Diagnose Burnout-Syndrom gestellt ist das nicht der Beginn sondern das Ende einer Akkumulation von Warnhinweisen und Symptomen, die permanent ignoriert wurden.

Neben schweren körperlichen Schäden ist besonders der psychische Schaden enorm.

Erst während der Behandlung wird vielen Burnout-Patienten klar, was ihnen ihr Perfektionismus gebracht hat.