Meditation für Kinder?

coaching newsKinder sind nicht immun gegenüber Problemen, die wir eher Erwachsenen zuordnen. Meditation ist als gutes Mittel gegen Stress bei Erwachsenen bekannt, es verhilft zu mehr Ruhe und Klarheit und hat andere Vorteile. All das betrifft auch immer öfter Kinder.

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In Amerika hat bereits jedes dritte Kind gesundheitliche Probleme aufgrund von Stress. Meditieren kann wiederum eine Hilfe sein, Stress und andere Herausforderungen zu meistern. Meditation kann nachweislich Cortisol reduzieren. Das Hormon steigt bei körperlichen und emotionalen Stress an.

Eine australische Studie mit einer Gruppe hyperaktiver Kinder, die neben ihrer herkömmlichen Behandlungen auch meditierten, zeigte eine bedeutende Senkung der Hyperaktivität, Impulsivität und Unkonzentriertheit im Vergleich zur Kontrollgruppe. Auch Studenten profitieren nachweislich durch Meditieren indem sie ihre Lernfähigkeiten und Konzentration verbessern.

Meditation ist nicht nur etwas für Erwachsene, auch Kinder profitieren davon. Mit etwas Vorbereitung kann sie für Kinder eine wertvolle Aktivität werden, die auch Spass macht.

Wie kann ich mit Kindern meditieren?

Für Kinder ist es ganz natürlich, dass sie ihre Eltern imitieren, auch wenn es häufig nicht danach ausschaut. Dadurch können Vater oder Mutter bei der Meditation ein gutes Beispiel geben. Eltern die meditieren, berichten oft, dass sich ihre Kinder dazu gesellen, um eine stille Zeit gemeinsam zu verbringen.

Es gibt viele Arten, um mit Kindern zu meditieren. Wichtig ist, dass eine gewisse Regelmässigkeit dabei besteht. Denken Sie daran, dass eine wirkungsvolle Meditation nur wenig Zeit in Anspruch nimmt. So können nur fünf Minuten, die sie jeden Tag in Stille verbringen, bereits entspannen und ihre Batterien wieder aufladen.

Tipps, wie Sie mit Kindern meditieren können?

Für die Meditation kann ein Platz vorbereitet werden. Jedes Kind sollte sich seinen eigenen Platz im Raum aussuchen dürfen, wo es sitzen möchte. Es kann etwas dekoriert werden mit selbst gemalten Bildern, Kissen zum Sitzen und vielem mehr.

Die grundlegendste Meditationstechnik ist seinen Atem zu verfolgen. Ermuntern Sie Ihr Kind, sich aufrecht hinzusetzen und einfach einmal den eigenen Atem zu beobachten, wie sich die Brust hebt oder wie es sich anfühlt, ein- und auszuatmen. Darauf aufbauend können Sie Atemübungen anregen wie beispielsweise langsamer und länger zu atmen.

Visualisieren mit Kindern?

Visualisieren ist eine andere Technik um mit Kindern zu meditieren. Dabei können sich Kinder auf eine Kerze konzentrieren, die sie dann versuchen, vor ihrem inneren Auge zu sehen.

Eine andere Meditationsübung ist es, seinen Körper wahrzunehmen, angefangen bei den Zehen bis zum Kopf.

Keine langen Meditationen für Kinder

Vor allem am Anfang sollten Sie nicht länger als drei bis fünf Minuten mit Kindern meditieren. Sie können eine Uhr stellen. Machen Sie den Kindern jedoch klar, dass dies eine Hilfe ist und dass sie sich während der Meditation auch bewegen dürfen. Es geht darum, etwas Neues kennenzulernen und auszuprobieren.

Eine Meditation sollte für Kinder nie eine Pflicht sein. Dies verursacht nur Stress, Unwillen und die Kinder verlieren den Spass. Es kann ein guter Einstieg sein, um Zeit mit den eigenen Kindern zu verbringen und im Anschluss noch gemeinsam zu spielen oder etwas anderes gemeinsam tun.

Denken Sie daran, dass Sie mit einer täglichen Meditationsübung ihren Kindern eine positive, lebenslange Gewohnheit vermitteln, die zu mehr Selbstbewusstsein Ausgeglichenheit, Freude und vielem mehr führt.